Die
Volksbank und die
KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sind beide aus der Not heraus entstanden und sollten einem bestimmten Kundenkreis Hilfe zur Selbsthilfe leisten.
Die Volksbank bildete sich Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem in städtischen Bereichen, um den finanziell Schwächeren die Möglichkeit zu geben, durch kleinere Kredite wirtschaftlich vorwärts zu kommen. Sie wurden in der Rechtsform einer Genossenschaft gegründet. Zeitgleich entstanden mit demselben Grundgedanken in den ländlichen Gegenden die genossenschaftlichen
Raiffeisenbanken, die zusätzlich zum Kreditgeschäft auch einen kleinen warenwirtschaftlichen Betrieb unterhielten. Heute haben sich vielerorts Volksbank und die
Raiffeisenbank zu Volks- und Raiffeisenbank zusammengeschlossen. Die KfW dagegen wurde erst 1948 gegründet. Ihr vordringlichstes Ziel war der Aufbau der deutschen Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Startkapital stammte aus dem sogenannten Marshallplan. Die Aufgaben der KfW umfassen vor allem die Realisierung öffentlicher Aufträge wie z.B. die Förderung des Mittelstandes, Existenzgründungen, Bildungskredite oder die Schaffung von Wohneigentum. Heutige Träger sind die Bundesrepublik Deutschland und die Bundesländer. Im Gegensatz zu den großen deutschen
Banken und Kreditinstituten, deren Kundenkreis meist schon sehr finanzstark ist, sind die KfW und die Volksbank auch heute noch daran interessiert hauptsächlich kleineren Unternehmen oder Privatpersonen finanziell zu helfen.