Hypothekendarlehen: Die günstigste Form der Darlehensaufnahme
Hypothekendarlehen nennt man Darlehen, die durch Grundpfandrechte (Sicherungsrechte an einem Grundstück) gesichert sind. Hypothekendarlehen gehören zu den Realkrediten und sind eine der günstigsten Formen der Darlehensaufnahme, da sie durch die Verpfändung der Immobilie eine hohe Sicherheit besitzen.
Die Bezeichnung "Hypothekendarlehen" ist zwar mittlerweile in den Sprachgebrauch eingegangen, es werden aber im Grundbuch immer Schulden eingetragen. Bauherren und Käufer sollten die verschiedenen Konditionen der Banken vergleichen, denn dann können sie sehr viel Geld sparen. Es gibt Kreditinstitute, die Hypothekendarlehen bis zum Ende der Kreditlaufzeit mit fester
Zinsbindung anbieten. Doch lohnen sich so lange Zinsbindungen bis über 30 Jahre meist nicht. Die Banken lassen sich nämlich die hohe Sicherheit sehr gut bezahlen. Oft werden Hypothekendarlehen zur Finanzierung von Neubauten und Umbauten bzw. Modernisierung (im privaten Wohnungsbau) verwandt. Sie sind daher zweckgebunden, das heißt das Hypothekendarlehen ist an ein bestimmtes Objekt gebunden. Dieses Objekt ist gleichzeitig Gegenstand der Finanzierung und Kreditsicherheit. Zu bedenken ist noch, dass Hypothekenbanken sowie Geschäftsbanken das Haus oft nur bis zu 60 Prozent des Beleihungswertes finanzieren. Die nicht risikofreudigen Darlehensnehmer sollten sich besser für ein Hypothekendarlehen mit 15 oder 20 Jahren Zinsbindung entscheiden und die Zinsersparnis dann für eine höhere Tilgung nutzen. Denn zum Teil muss ein Kreditnehmer Jahr für Jahr einen vollen Prozentpunkt mehr Zinsen bezahlen als für ein Darlehen mit einer 15-jährigen Zinsbindung.